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senf

Hier gibt der Tanzlehrer, Bernd Wiebach mit seiner individuellen, persönlichen Meinung zu verschiedensten Tanzschulthemen, häufigen Fragen u.ä. seinen Senf dazu.
Gerne empfangen wir auch Meinungen dazu.

Beitrag 016
Entkopplung von Inhalt und Honorar
Wie oft kommt es doch in Tanzschulen mit herkömmlichem Kurssystem zu folgender Situation: gegen Ende eines Kurses sollen alle Teilnehmer zur höheren Kursstufe überredet werden, denn dann bezahlen sie wieder etwas. Also sagt der Tanzlehrer: “Ja, du bist super-gut, mach mal den nächsten Kurs”, egal wie ungeschickt sich der Schüler benommen hat. Bei uns kann das nicht vorkommen, denn der Schüler zahlt Monatsbeitrag und kann innerhalb des gesamten Classic-(Standard-/Latein-)Programms hingehen, wo er will, also in höhere, niedrigere, parallele
Niveaus - so, wie er es braucht.

Beitrag 015
”Im Unterricht ist soviel Theorie - ich will lieber mehr tanzen”
Paar-Tanzen geht nicht “nach Gefühl” und die Musik beamt nicht Schritte ins Gehirn. Gerade für Herren (weil sie führen = planen müssen, aber technisch gesehen auch für Damen) ist es wichtig, zu wissen, was man macht beim Tanzen. Ein Unterricht “ich mach’ vor, und ihr macht nach” ist unprofessionell und wenig Erfolg versprechend. Wer sehr viel Praxis haben möchte, komme zu unserem Classic-Training und den Tanzpartys!

Beitrag 014
Niedrige Kurse haben im Vergleich zu anderen Tanzschulen einen recht hohe Technik-Anspruch
Technik ist keine von Engländern ausgedachte Schikane, um Hobbytänzern das Lebens schwer zu machen, sondern hilft dem Tänzer, einen eleganten, der Charakteristik des jeweiligen Tanzes entsprechenden Bewegungsstil zu erlernen. Beispiele: Fersenschritte der Standardtänze lassen die Füße flüssig abrollen; eine stabile Tanzhaltung beider Partner gibt der Dame die Voraussetzung sich führen zu lassen.

Beitrag 013
Hohe Kurse haben weniger Technik-Übungen als darunter liegende
(Unter Technik bezeichnet man beim Tanzen auf Fuß-, Bein-, Hüftbewegungen, Haltung und Führung bezogene Details, die - spezifisch nach der Charakteristik des jeweiligen Tanzes - das Tanzen “schön” machen sollen.)
Während der Anfänger noch keinen hohen Koordinationsaufwand leisten kann und sich meist nur um grobe Richtungen der Schrittmuster kümmert (“Wo ist eigentlich mein linker Fuß, oder habe ich etwa zwei davon?”), wird Technik bei uns am intensivsten im Basic Club und Hobby Plus gelehrt, sie dann für höhere Niveaus als bekannt voraus gesetzt und nur noch bezgl. konkreter Besonderheiten aktueller Figuren erwähnt.
Es kann also - falls Details vergessen wurden - auch für Doppel-Star-Teilnehmer sinnvoll sein, hin und wieder in niedrigeren Unterrichtsniveaus vorbei zu schauen. Denn es ist wie im Kino: sieht man einen Film viele Male, kann man noch Details entdecken, die man zuerst gar nicht bemerkt hat.

Beitrag 012
”Wird im Unterricht auch das vorhergehende Niveau wiederholt?”
Die Themen des vorhergehende Niveaus werden nicht ausführlich, sondern nur, falls sie für die aktuellen Figuren benötigt werden - und dann auch nur sehr kurz, wiederholt. Damit wird wertvolle Unterrichtszeit für wichtige Dinge gespart. Teilnehmer, die mehr Wiederholungen benötigen, können jederzeit - auch mehrmals pro Woche - ohne Aufpreis beliebige Classic-Termine wahrnehmen und somit auch in drunter liegenden Zyklen üben.

Beitrag 011
”Wie findet man bei dance10 den Anfänger- bzw. Fortschrittkurs?”
Gibt’s nicht! Dance10 verwendet ein zyklisches Blocksystem, d.h. die Tanzschüler absolvieren Themenblöcke, es ist egal, mit welchem Block begonnen wird, sie laufen pro Niveau im Kreis, irgendwann hat man alles gelernt und kann eine Stufe höher wandern.
Durch das Blocksystem sind unsere Niveaus anders benannt als in den meisten Tanzschulen: So fasst der NEWCOMER-Zyklus Inhalte zusammen, die sonst meist Grund- + Fortschrittskurs heißen, der BASIC-Club sogar “Bronze-Silber-Gold.”

Beitrag 010
”Die meisten Tanzschulen haben 60-90-Minuten-Einheiten, warum hat dance10 100-115 Min.?”
Natürlich ist es wirtschaftlicher, in kurzen Einheiten zu unterrichten. Allerdings kann dann ein “Wischi-Waschi-
Unterricht” entstehen, in dem alles mal schnell gezeigt, aber nichts richtig erklärt wird. Bei dance10 werden nicht nur Schritte gezeigt, vielmehr soll der Tanzschüler Technik-Führungszusammenhänge und weitere Details der Tänze lernen - das braucht etwas Zeit.

Beitrag 009
”Mein Tanzpartner führt so schlecht, ich weiß in der Tanzschule nicht, was ich tanzen soll”
Verständnis, meine Damen! Der Mann muss dreifach lernen: Schritte, Figurenplanung und Führung. Es ist normal, dass immer nur die Figuren des vorigen Kurses ganz gut funktionieren. Natürlich ist Führung sehr wichtig und wird als zentrales Technikelement in unserer Tanzschule besonders hervor gehoben. Und STOPP: Damen - nicht die Führung übernehmen! Dann funktionieren die Figuren auf Dauer nicht.

Beitrag 008
”Als Single weiß ich auch nach einer Schnupperstunde noch nicht, ob ich mit meinem / meiner Tanzpartner/-in klar komme”
Man bindet sich ja nicht (unbedingt) fürs Leben. Wenn möglich werden die Tanzpartner ab und zu vermischt. Der Tanzlehrer achtet auch durch Hinzunahme von “Gast-Tänzern / innen” darauf, das alles “passt”. Wenn’s mal ganz schief geht: Die Mitgliedsverträge im Tarif A sind monatlich kündbar - also alles kein großes Risiko.

Beitrag 007
”Tanzen ist ganz schön teuer”
Na ja, im Fitnessstudio kann man vermutlich eher arm werden... Bitte immer beachten: Dieses Hobby braucht eine GROSSE Tanzfläche, also verhältnismäßig hohe Raumkosten. Dass die Kosten für den Tanzleher bei uns nicht unverhälnismäßig hoch sind, sieht man an unserer hohen Minuten-Zahl pro Unterrichtseinheit. Oder bei welcher Konkurrenz-Tanzschule gibt’s UEs mit 105 - 120 Min., die man auch noch mehrmals pro Woche besuchen kann? Dem Tanzlehrer macht der Unterricht eben Spaß, und den Teilnehmern auch.
Tipp: Wer sparen will bringt seinen Schüler-/Studentenausweis mit (- 20%) und / oder wählt einen ermäßigten Preis mit längerer Laufzeit

Beitrag 006
”Mal schnell Tanzen lernen ... - Wie lange braucht man, bis man’s kann?”
Man ist nie “fertig” (oder wenn man Weltmeister in 10 Tänzen ist - aber gibt’s dann nicht noch Salsa, Hustle ...), der Weg ist das Ziel. Anders ausgedrückt kann man sich natürlich Teilziele setzen: Anfängerprogramm mit Grundschritten und einfachen Figuren - je nach Trainingseinsatz 2-6 Monate, aber danach gibt’s fürs Hobbytanzen keine Grenzen - unsere “ältesten Kunden” sind über 12 Jahre dabei ...
Eines ist klar: das ist kein einfacher Sport, denn zusätzlich zu Koordinationsfähigkeit und rhythmischen Anforderungen ist einige Gedächtnisleistung gefragt, um sich die vielen tollen Figuren merken zu können.
Übrigens: Man kann natürlich in seinem Leben auch nur 90 Minuten lang Tanzschüler sein - bei der berühmten “Hochzeitsprivatstunde”. Und was hat man dann gelernt? - 3 Schritte: “1, 2, 3” im Walzertakt ;)

Beitrag 005
“Warum enthalten die meisten Kurse so viele Tänze?
- Sollte man nicht lieber erst einen Tanz intensiv lernen?”

Nein. Da sowohl Standardtänze als auch die lateinamerikanischen übergeordneten Regeln gehorchen, bietet es sich regelrecht an, “von jedem ein Bisschen” zu lernen. Damit nutzt man die Gemeinsamkeiten zwischen die Tänzen aus und kann ein größeres Spektrum an Musik abdecken. Außerdem: Man ist auch mit einem Tanz “nie fertig” (s. Beitrag 006!)

Beitrag 004
“Warum sind in diesem oder jenem Kurs gerade solche und nicht andere Tänze”
Der Tanzunterricht orientiert sich an den “10 Tänzen” der internationalen Tanzturniere, natürlich für Hobbytänzer vereinfacht. Damit deckt man vielfältigste Musikstile ab und kann eine gewisse Einheitlichkeit zwischen den Tanzschulen gewährleisten. Oftmals erscheinen Anfängern gewisse Tänze langweilig, die dann aber später in höheren Kursen wesentlich attraktiver werden, da erst dort die tänzerisch-technischen Fähigkeiten des Tanzschülers erreicht werden, um einen Tanz richtig genießen zu können.

Beitrag 003
“Freie Tanzschulen sind nicht so verstaubt und viel lockerer”
Unfair: Eine Verbandszugehörigkeit gewährleistet Unterricht von erfahrenen Profis, ausgebildeten geprüfte Tanzlehrern. Mit der Atmosphäre in der Tanzschule hat dies nichts zu tun. Außerdem muss man beachten, dass über viele Jahrzehnte hinweg ja nur diese Tanzschulen einen einheitlichen Tanzstil gewährleisteten und somit zur Erhaltung des “Kulturgutes Tanz” wesentlich beitrugen. Wie gesagt: In freien Tanzschulen kann jeder alles unterrichten, egal ob er qualifiziert ist oder nicht, denn der Tanzlehrerberuf ist staatlich nicht geschützt.

Beitrag 002
“Standardtänze sind langweilig, Salsa ist heiß!”
Salsa ist heiß - stimmt, aber der Vergleich mit Standardtänzen ist so, wie der zwischen Äpfeln und Birnen. Aufgrund der konservativeren Musik mögen Standardtänze für einige Außenstehende langweilig erscheinen. Aber das Gefühl, als Einheit mit dem Tanzpartner durch den Raum zu schweben, kann man nur bei Standard-, nicht bei lateinamerikanischen Tänzen erleben. Tipp: Immer beides tanzen!

Beitrag 001
“Heutzutage muss man nicht mehr tanzen lernen!“
Richtig. Meistens kommt man drum herum, wenn man nicht will.
Aber: Muss man Tennis spielen, Golf spielen, Fußball spielen oder eigentlich überhaupt irgendein spezifisches Hobby verfolgen? Eigentlich ist das Problem, dass Paartanzen oft nicht als Hobby anerkannt wird, obwohl es einfach riesigen Spaß machen kann, sich paarweise zur Musik zu bewegen. Der gesellschaftliche Zwang, gut tanzen zu können, mag in den letzten Jahrzehnten verschwunden sein - der Spaß am Tanzen bleibt!

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